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Bodenschutz in Sankt Georgen: Neuigkeiten vom 25.03.2024

Aktualisiert: 28. März




Gleich vorab möchte ich anmerken, dass ich ein privater Unterstützer dieser Aktion bin, und nachfolgend teilweise meine persönliche Meinung anführe.

update 25. März 2024:

In der Online-Ausgabe der Tageszeitung "Kurier" vom 25. März wird auf aktuelle Entwicklungen hingewiesen. Jetzt muss das Gericht in diesem Fall entscheiden:



Worum geht es?


Es geht um den Erhalt der Lebensqualität in Sankt Georgen, um das Bewahren eines riesigen Nah-Erholungsgebietes für die Bevölkerung, die Erhaltung des Lebensraumes für unsere Tierwelt, Erhaltung der Lebensgrundlage für unsere Bauern und der damit verbundenen Produktion hochwertiger regionaler Lebensmittel. ... und dabei hätte schon eines von diesen Argumenten genügt, sich für den Bodenschutz in Sankt Georgen einzusetzen ...

Es geht nicht darum, das Zentrallager eines Großkonzernes zu verhindern – aber es geht darum, den Standort entschieden zu kritisieren. Und es geht darum, Sankt Georgen vor über 1500 zusätzlichen LKW- und PKW-Fahrten im Herzen unseres Lebensraumes zu bewahren – und das pro TAG!



Die Informationen von www.facebook.com/Bodenschutz.stp :


Bodenschutz St. Pölten ist eine Initiative von beherzten Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen die fortschreitende Bodenversiegelung unserer schönen Landeshauptstadt ausspricht! Aktuell befassen wir uns mit dem geplanten REWE-Zentrallagerbau im Süden von St. Pölten - genauer gesagt in Hart. Unberührtes Ackerland, das im Hochwasserschutz- und Wasserschutzgebiet nahe der Traisen liegt, soll für ein 170.000m² Großlager für immer versiegelt werden.

In Zeiten des Klimawandels und in Anbetracht der Tatsache, dass unser Versorgungsgrad mit landwirtschaftlichen Produkten bereits ab 2035 unter 50% liegen könnte, sollte es uns nicht mehr erlaubt sein fruchtbaren und lebendigen Boden zu verbauen. Auch der Lebensraum einer vielfältigen und schützenswerten Tierwelt könnte in Zukunft die Heimat von tausenden LKWs werden.


Die Lage: Faktencheck! Wo soll das geplante REWE-Zentrallager eigentlich gebaut werden? Auf rund 17ha (170.000m²) Ackerland im Süden von St. Pölten in Hart / östlich des Logistik- und Industrieparks St. Pölten-Wörth. Die geplanten Flächen liegen im Wasserschongebiet, als auch im Hochwasserabflussgebiet (HQ30 und HQ100). Im Jahr 2021/22 hat die Gemeinde St. Pölten passende Grundstücke für REWE gesucht und wurde in Hart fündig. Das Areal besteht aus 20 Grundstücken. 11 Grundstücke waren bereits im Eigentum der Stadt. 3 Grundstücksbesitzer haben den Verkauf an REWE abgelehnt. Nur eines der Grundstücke ist im Besitz eines Landwirtes, die restlichen Flächen wurden von Landwirten aus der Region gepachtet. Sie verlieren durch den Verkauf wertvolle Anbauflächen. Das Areal ist Heimat von rund 50-60 Rehen, Feldhasen, Feldlerchen, den letzten Rebhuhnketten der Region und dient der umliegenden Bevölkerung als Naherholungsgebiet. Das Gebiet liegt außerdem zwischen einem Reitstall und einem Ponyhof. Der Autobahnanschluss St. Pölten Süd liegt 5 km entfernt. Skurriles Detail am Rande: Östlich des geplanten REWE-Logistikcenters mit 1.000 LKW-Fahrten täglich plant die Stadt St. Pölten ein neues Naherholungsgebiet - den Südsee. Allerdings wurde nach Probebohrungen festgestellt, dass dieser in seiner geplanten Form nicht möglich sei und wird nun eventuell auf mehrere kleine Teiche aufgeteilt. Ein wunderbarer Ausblick aufs REWE-Zentrallager wäre dort gewiss.


Nachlese:

Bodenschutz St. Pölten


KURIER Bericht vom 25.03.2024



KURIER Artikel: REWE Lager in St. Pölten. Juni 2022 https://kurier.at/chronik/niederoesterreich/sankt-poelten/20-hektar-grosses-areal-rewe-baut-zentrales-frischelager-in-st-poelten/402042894 Wahlversprechen Südsee St. Pölten. KRONE Bericht aus 2020: https://www.krone.at/2272761



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